Baccarat gehört zu den ältesten und zugleich elegantesten Tischspielen im Casino. Wer zum ersten Mal einen Baccarat-Tisch sieht, könnte meinen, es handele sich um ein kompliziertes Kartenspiel mit undurchschaubaren Regeln. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: Baccarat basiert auf einer sehr einfachen Mechanik. Diese Anleitung erklärt die Regeln Schritt für Schritt, ohne Vorkenntnisse vorauszusetzen. Lesen Sie mehr dazu auf online casino visa.
Der grundlegende Spielablauf
Beim Baccarat gibt es zwei Hände: die Hand des Spielers und die Hand der Bank. Der Spieler ist jedoch nicht automatisch man selbst. Beide Hände werden unabhängig von Ihnen als Teilnehmer gespielt. Ihre einzige Aufgabe besteht darin, vor der Ausgabe der Karten zu wetten, welche Hand gewinnt oder ob das Ergebnis unentschieden ausgeht.
Zu Beginn erhält der Spieler eine erste Karte und die Bank eine erste Karte. Danach folgt jeweils eine zweite Karte. Der Wert einer Hand ergibt sich aus der Addition der Kartenpunkte. Karten von Zwei bis Neun behalten ihren Zahlenwert, die Zehn sowie Bube, Dame und König zählen jeweils als null Punkte, und das Ass zählt als ein Punkt.
Übersteigt die Summe der Karten den Wert Neun, wird die Zehnerstelle einfach gestrichen. Eine Hand mit einer Acht und einer Neun ergibt also nicht siebzehn, sondern sieben. Dieses Prinzip nennt man Modulo 10, und es ist der entscheidende Punkt, den Anfänger verstehen müssen. Das höchstmögliche Ergebnis ist die Neun, gefolgt von der Acht.
Gewonnen hat die Hand, die näher an der Neun liegt. Bei Gleichstand endet die Runde unentschieden, sofern Sie nicht auf ein Unentschieden gewettet haben.
Wann eine dritte Karte gezogen wird
Das eigentliche Herzstück des Baccarats sind die Ziehungsregeln für die dritte Karte. Hier unterscheidet sich das Spiel von vielen anderen Kartenspielen, denn die Entscheidung folgt festen, mathematisch vorgegebenen Regeln und nicht dem Ermessen der Spieler.
Erreicht die Hand des Spielers einen Wert von acht oder neun Punkten, spricht man von einer natürlichen Hand. In diesem Fall werden keine weiteren Karten gezogen, und die Runde wird sofort ausgewertet. Liegt der Wert des Spielers bei null bis fünf, zieht der Spieler eine dritte Karte. Bei sechs oder sieben Punkten verzichtet der Spieler auf eine weitere Karte.
Die Bank folgt einem etwas umfangreicheren Regelwerk, das zusätzlich davon abhängt, welche dritte Karte der Spieler erhalten hat. Zieht der Spieler keine dritte Karte, entscheidet die Bank anhand ihres eigenen Wertes: Bei null bis fünf wird gezogen, bei sechs oder sieben nicht.
Zieht der Spieler eine dritte Karte, greift eine feste Tabelle. Hat die Bank null bis zwei Punkte, zieht sie immer. Bei drei Punkten zieht sie, außer die dritte Karte des Spielers war eine Acht. Bei vier Punkten zieht sie, sofern die dritte Karte des Spielers zwischen zwei und sieben lag. Bei fünf Punkten zieht sie nur bei einer dritten Karte von vier bis sieben, bei sechs Punkten nur bei sechs oder sieben, und bei sieben Punkten zieht die Bank niemals.
Diese Tabelle müssen Sie nicht auswendig lernen. Sie können den Dealer die Entscheidungen treffen lassen, denn die Ziehungsregeln sind automatisch und für alle Tische verbindlich.
Wetten, Auszahlungen und Hausvorteil
Beim Baccarat stehen drei Wettoptionen zur Verfügung, die sich deutlich in ihrer Auszahlung und im Hausvorteil unterscheiden. Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Werte zusammen.
| Wette | Auszahlung | Hausvorteil |
|---|---|---|
| Bank | 0,95 zu 1 | ca. 1,06 Prozent |
| Spieler | 1 zu 1 | ca. 1,24 Prozent |
| Unentschieden | 8 zu 1 | ca. 14,4 Prozent |
Der geringe Hausvorteil auf die Bankwette ist einer der niedrigsten, die man in klassischen Casinospielen findet. Die fünfprozentige Provision auf Gewinne der Bankwette erklärt diesen Wert. Die Unentschieden-Wette wirkt mit acht zu eins verlockend, ist statistisch jedoch klar die ungünstigste Option.
Für Einsteiger gilt daher eine einfache Faustregel: Konzentrieren Sie sich auf die Wetten auf Spieler oder Bank und lassen Sie das Unentschieden zunächst außer Acht. Ein moderates Bankroll-Management mit festen Einsatzgrenzen pro Sitzung schützt zusätzlich vor schnellen Verlusten.
Wer diese Grundlagen verinnerlicht hat, wird feststellen, dass Baccarat zu den zugänglichsten Tischspielen überhaupt gehört. Die Regeln sind klar, der Zufall dominiert, und strategische Entscheidungen beschränken sich auf die Wahl der Wette.
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